Sein Anspruch ist klar: bestens vorbereitete Mensch-Hund-Teams, die im Ernstfall sicher, effizient und belastbar arbeiten können. „Rettungshundearbeit entscheidet oft über Minuten – und diese Minuten können über Leben und Tod entscheiden“, sagt Tauchmann. „Darum müssen Ausbildung, Training und Ausrüstung auf höchstem Niveau sein.“
Im Einsatz zählt das Wir
Aktuell engagieren sich 33 aktive Mitglieder in der Staffel. Besonders auffällig ist die hohe Trainingsdisziplin: Über 90 Prozent Anwesenheit bei den wöchentlichen Übungseinheiten zeugen von Motivation, Zusammenhalt und Professionalität. Im Einsatz zählt das Wir – dieses Prinzip wird konsequent gelebt. Trainiert wird nicht nur an den MenschHund-Teams selbst, sondern auch gezielt an der Ausbildung von Ausbildner:innen, Helfer:innen und Figurant:innen. Moderne Ausbildungsansätze und regelmäßige Fortbildungen stellen sicher, dass aktuelles Fachwissen direkt in die Praxis umgesetzt wird. „Konsequentes Training schafft Sicherheit – für Mensch und Hund“, betont Tauchmann. Die Trainingsorte wechseln bewusst: Einkaufszentren, Wälder, Steinbrüche, Industrieareale oder militärische Übungsplätze gehören zum festen Bestandteil der Ausbildung. Ziel ist es, Hunde auf jede denkbare Einsatzlage vorzubereiten. „Im Einsatz gibt es keine vertraute Umgebung – also darf es die im Training auch nicht geben“, erklärt Tauchmann. Ab dem Frühjahr wird der Schwerpunkt Trümmersuche weiter ausgebaut. Geübt wird unter anderem auf dem Erzberg sowie auf ehemaligen Industrie- und Sprenggeländen. Höhen, instabile Strukturen, Staub und Hohlräume machen diese Trainings besonders realitätsnah und fordernd.
Neue Dimension im Einsatztraining
Zusätzliche Stärke gewinnt die Staffel durch ihre personelle Vielfalt: Neben erfahrenen Hundeführer:innen arbeiten Notfallmediziner:innen, Sanitäter:innen, Kriseninterventionsteams und Peer-Support-Kräfte aktiv mit. Die konsequente Weiterentwicklung bleibt auch über Kärnten hinaus nicht unbemerkt. Zunehmend fragen andere Blaulichtorganisationen gemeinsame Übungen und Trainings an. „Einsätze funktionieren nur dann, wenn alle Zahnräder ineinandergreifen – über Organisationsgrenzen hinweg“, so Tauchmann. Die Rettungshundestaffel Kärnten präsentiert sich nunmehr als zukunftsorientierte, fachlich fundierte und einsatzrelevante Organisation. Die Kombination aus hoher Trainingsdisziplin, moderner Ausbildungsphilosophie, interdisziplinärer Kompetenz und realistischer Einsatzvorbereitung schafft eine belastbare Grundlage für nationale wie internationale Anforderungen im Rettungshundewesen.