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Einfach wau – Kärntens Rettungshunde

Sie suchen dort, wo andere längst an ihre Grenzen stoßen: in Trümmern, dichten Wäldern, Industrieanlagen oder mitten im urbanen Raum. Vor rund einem Jahr hat sich die Rettungshundestaffel Kärnten neu aufgestellt und setzt seither auf ein modernes, konsequent einsatznahes Ausbildungskonzept. Geleitet wird die Staffel von Roland Tauchmann, Staffelkommandant und Einsatzleiter beim Samariterbund Kärnten sowie neuem Landesrettungshundereferenten.

Ein Mann in einer Sicherheitsuniform kniet auf dem Boden und winkt einem Australian Shepherd, der auf ihn zusteuert. Der Hintergrund zeigt Schnee und Bäume, was auf eine kalte Jahreszeit hinweist.

Nur durch konsequentes Training sind die Teams bestens für Einsätze vorbereitet.

Sein Anspruch ist klar: bestens vorbereitete Mensch-Hund-Teams, die im Ernstfall sicher, effizient und belastbar arbeiten können. „Rettungshundearbeit entscheidet oft über Minuten – und diese Minuten können über Leben und Tod entscheiden“, sagt Tauchmann. „Darum müssen Ausbildung, Training und Ausrüstung auf höchstem Niveau sein.“ 

Im Einsatz zählt das Wir 

Aktuell engagieren sich 33 aktive Mitglieder in der Staffel. Besonders auffällig ist die hohe Trainingsdisziplin: Über 90 Prozent Anwesenheit bei den wöchentlichen Übungseinheiten zeugen von Motivation, Zusammenhalt und Professionalität. Im Einsatz zählt das Wir – dieses Prinzip wird konsequent gelebt. Trainiert wird nicht nur an den MenschHund-Teams selbst, sondern auch gezielt an der Ausbildung von Ausbildner:innen, Helfer:innen und Figurant:innen. Moderne Ausbildungsansätze und regelmäßige Fortbildungen stellen sicher, dass aktuelles Fachwissen direkt in die Praxis umgesetzt wird. „Konsequentes Training schafft Sicherheit – für Mensch und Hund“, betont Tauchmann. Die Trainingsorte wechseln bewusst: Einkaufszentren, Wälder, Steinbrüche, Industrieareale oder militärische Übungsplätze gehören zum festen Bestandteil der Ausbildung. Ziel ist es, Hunde auf jede denkbare Einsatzlage vorzubereiten. „Im Einsatz gibt es keine vertraute Umgebung – also darf es die im Training auch nicht geben“, erklärt Tauchmann. Ab dem Frühjahr wird der Schwerpunkt Trümmersuche weiter ausgebaut. Geübt wird unter anderem auf dem Erzberg sowie auf ehemaligen Industrie- und Sprenggeländen. Höhen, instabile Strukturen, Staub und Hohlräume machen diese Trainings besonders realitätsnah und fordernd. 

Neue Dimension im Einsatztraining 

Zusätzliche Stärke gewinnt die Staffel durch ihre personelle Vielfalt: Neben erfahrenen Hundeführer:innen arbeiten Notfallmediziner:innen, Sanitäter:innen, Kriseninterventionsteams und Peer-Support-Kräfte aktiv mit. Die konsequente Weiterentwicklung bleibt auch über Kärnten hinaus nicht unbemerkt. Zunehmend fragen andere Blaulichtorganisationen gemeinsame Übungen und Trainings an. „Einsätze funktionieren nur dann, wenn alle Zahnräder ineinandergreifen – über Organisationsgrenzen hinweg“, so Tauchmann. Die Rettungshundestaffel Kärnten präsentiert sich nunmehr als zukunftsorientierte, fachlich fundierte und einsatzrelevante Organisation. Die Kombination aus hoher Trainingsdisziplin, moderner Ausbildungsphilosophie, interdisziplinärer Kompetenz und realistischer Einsatzvorbereitung schafft eine belastbare Grundlage für nationale wie internationale Anforderungen im Rettungshundewesen.

Rettungshundestaffel Kärnten

Eine Frau in Sicherheitskleidung kniet auf einem Holzschnitzel-Haufen und streichelt einen Hund, der ebenfalls mit einem Dienstgeschirr ausgestattet ist. Beide scheinen an einer Rettungsoperation beteiligt zu sein. Der Hintergrund besteht aus groben Holzschnitzeln.

Hunde werden auf jede denkbare Einsatzlage vorbereitet

Ein lächelnder Mann in Arbeitskleidung mit einer gelb-reflektierenden Jacke steht vor einer modernen, gläsernen Struktur. Er trägt eine Brille und hat einen kurzen Bart. Im Hintergrund sind strahlende Fenster zu sehen.

Roland Tauchmann, Leiter der Rettungshundestaffel Kärnten, ist stolz auf sein motiviertes Team